Faziniert schauen die Kindergartenkinder Oberbürgermeister Georg Jung, als diese die Schatulle für die Grundsteinlegung mit deraktuellen Ausgabe der  Saarbrücker Zeitung, der Rundschau und einer Münzsammlung füllt.
Die Kinder sind faziniert: So eine Grundsteinlegung ist ja auch eine interessante Sache.

Grundsteinlegung für Kindergarten Oberwürzbach

 

"An Bildung wollen wir nicht sparen". Das war der zentrale Satz von Oberbürgermeister Georg Jung bei der Grundsteinlegung für den Kindergartenneubau in Oberwürzbach. Ganz genau erklärte der Oberbürgermeister den Kindergartenkindern anschließend wie eine solche Grundsteinlegung funktioniert. Dass zunächst in eine Schatulle aus Stahl eine Tageszeitung, unsere Rundschau, ein Satz gültiger Münzen und eine Urkunde eingelegt werden. Und dass dann die Schatulle verschlossen in einen Stein eingelassen wird. Für die Ortsvorsteherin Lydia Schaar ist es wichtig, dass Oberwürzbach einen Kindergarten behält. "Kinder sind die Zukunft unseres Ortes", äußerte sie. Und: "Gerade die Krippenplätze sind für junge Familien und deren Lebensplanung ein gutes Signal". Der Kindergarten Oberwürzbach war im vergangenen Jahr abgebrannt. Schon ab dem nächsten Kindergartenjahr sollen die Kinder in den wieder aufgebauten Kindergarten gehen. Dort entstehen zehn Krippenplätze neu.

Pfarrer Andreas Keller feirt zur Einweihung der Kinderkirche Gottesdienst mit den Kindern, Erzieherinnen und der ganzen Pfarrgemeinde St. Pirmin und St. Michael.
Pfarrer Andreas Keller feirt zur Einweihung der Kinderkirche Gottesdienst mit den Kindern, Erzieherinnen und der ganzen Pfarrgemeinde St. Pirmin und St. Michael.

St. Pirmin ist jetzt Kinderkirche

Das ist ein bundesweit einzigartiges Projekt. Aus der Sankt Ingberter Pfarrkirche St. Pirmin ist ein Kindergarten geworden. Zwar wurden schon viele Kirchen umgewidmet, aber St. Pirmin war die erste, aus der ein Kindergarten geworden ist. Pfarrer Andreas Keller sagte in seiner Predigt: "Das ist genau die Nutzung, die stimmig ist". Keller erklärte in seiner viel beachteten Predigt weiter: "Die Kirche darf sich nicht aus der Kinderbetreuung zurückziehen, denn Kinder sind Zukunft: auch die der Kirche". Viel Lob erntete der Architekt Konrad Weisgerber für den gelungenen Umbau. Pfarrer Keller: "Der Architekt hat sich hier große Verdienste erworben". Besonders bedankte sich Pfarrer Keller bei Oberbürgermeister Georg Jung, der durch sein großes Engagement die Gesamtfinanzierung erst möglich gemacht habe, so Keller. Architekt Konrad Weisgerber wies darauf hin, dass der Boden der Kirche einen Meter tiefer gelegt werden musste, um eine Nutzung auf zwei Ebenen möglich zu machen. Weisgerber: "Der sakrale Charakter bleibt erhalten. Der jetzige Kindergarten sieht  immer noch aus wie eine Kirche. Sogar die Glocke im Glockenturm funktioniert noch".