Jugendkultur- und Bildungszentrum
Im Untergeschoss des Spinnereigebäudes wird das Jugendkultur- und Bildungszentrum verortet. Mit dieser Einrichtung beabsichtigt die Stadt Sankt Ingbert nicht nur eine Lücke im städtischen Angebot für Jugendliche zu schließen sondern vor allem auch eine Profilschärfung im Kontext der Biosphärenregion Bliesgau als Kultur- und Bildungsstandort im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das geplante Konzept sieht mehrere Bausteine vor:
Junge vhs
An der westlichen Stirnseite des Gebäudes wird im Untergeschoss die Junge vhs angesiedelt. Hier werden zum einen in zwei separaten Büros Beratungs- und Informationsgespräche für Jugendliche angeboten. Ziel ist es, Bildungsangebote auf die speziellen Bedürfnisse abzustimmen, sowie die Grundideen der Biosphäre zu vermitteln.
Zum anderen wird ein großer, multimedialer Lehrsaal eingerichtet, der als Selbstlernzentrum (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), Saarbrücken) genutzt wird und in dem besondere, wissenschaftlich-technische Inhalte vermittelt werden sollen. Letztere sollen in einem Netzwerk aus vhs und weiterführenden Schulen erarbeitet werden und im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung stehen.
Weiterhin wird ein großer Bereich als Ausstellungs- und Aufenthaltsfläche genutzt. In diesem Teil, in dem Original-Bauteile, wie ein großer Lagertank belassen werden, soll die Verbindung der Industriegeschichte mit dem Bliesgau durch Ausstellungen oder Präsentationen dargestellt werden.
Nutzung durch die Albertus-Magnus-Schulen
Zwei nebeneinander liegende Kursräume sollen den, dem Areal gegenüber-liegenden, Albertus-Magnus-Schulen zur Verfügung gestellt werden. In Gesprächen mit der Schule wurde deutlich, dass hier Bedarf besteht in Bezug auf einen Werkraum für den Fachbereich Kunst, sowie einen Raum, der einerseits für Theaterproben und Deutschunterricht (szenisches Darstellen) und andererseits für Musikproben des entsprechenden Fachbereiches genutzt werden kann. Damit einhergehend versprechen sich die Verantwortlichen weitere Synergien, wie Nutzung des Multifunktionsraumes durch die Schulen und des Jugendclubs für Schüler in Freistunden oder nach der Schule als Treff. Insgesamt soll dadurch eine engere bzw. langfristige Bindung der Zielgruppe für die dargestellten Themenfelder angestrebt und gleichzeitig ein Interesse für die anderen Angebote innerhalb des Gebäudes generiert werden.
Abendschule der Hochschule der Bildenden Künste (HBK)
Durch den im Sommer 2009 mit der HBK geschlossenen Kooperationsvertrag und der damit verbundenen Zusammenarbeit soll eine Erweiterung des kulturellen Angebotes in Sankt Ingbert erfolgen. In drei Atelierräumen werden durch Absolventen der HBK jeweils Kurse in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Video- und Computerschnitt angeboten. Das Angebot richtet sich an junge Erwachsene, die ein besonderes Interesse an diesem speziellen Bildungsangebot haben. Die HBK erwägt weiterhin, den Besuch eines der Kurse als Pflichtveranstaltung für potenzielle Studenten oder Studieninteressierte zu machen.
Jugendtreff - Jugendclub
Im südöstlichen Gebäudeteil, mit Anschluss an das am südöstlichen Gebäudewinkel gelegene Treppenhaus 3, wird ein offener Jugendtreff eingerichtet. Jugendliche sollen sich hier zwanglos zum Austausch treffen können, in Freistunden ihre Hausaufgaben machen oder einfach nur verweilen können. Hier soll auch die Möglichkeit bestehen, etwas trinken zu können aber nicht zu müssen. Diese Einrichtung kann quasi als eine Art Café für das Jugendkultur- und Bildungszentrum gesehen werden und darf nicht verwechselt werden mit einem Jugendzentrum.
Multifunktionsraum
Angrenzend an Gastronomie und Treppenhaus 2 befindet sich zukünftig im Erdgeschoss auf der Gebäudenordseite ein ca. 150m² großer Multifunktionsraum. Dieser soll in erster Linie durch das Museum und die Mieter des Jugendkultur- und Bildungszentrums genutzt werden.
Beide Einrichtungen befinden sich eine Etage darüber beziehungsweise. darunter und können durch den unmittelbaren Anschluss an den Treppenverteiler ohne Umwege erreicht werden. Der Raum soll für die Durchführung von Ausstellungen, Vernissagen und Vorträgen genutzt werden. Durch die angrenzende Gastronomie kann der Raum mitbewirtet werden. Um eine kostenrechnerische Ausnutzung des Raumes zu gewährleisten, ist es zudem vorstellbar, dass eine Vermietung an Tanzschule oder die gewerblichen Nutzer erfolgt. Dem Raum angegliedert sind Flächen für Garderobe, Stuhllager und die notwendige technische Infrastruktur.






